MBAI Erfahrungen: Ehrlicher Zwischenbericht nach 2 Case Studies
Erfahrungsbericht zum MBAI von Leaders of AI nach 2 von 5 Case Studies: echte Kosten, Förderung, Zeitaufwand, Prüfungsformat und für wen sich das Programm lohnt. Ohne Provision.
Kurz zusammengefasst
Ja, ich würde es wieder buchen. Bezahlt habe ich im Juni 2026 rund 1.500 statt der offiziellen 1.900 Euro. Es ist kein Master und es bringt keine ECTS. Für alle, die schon mit KI arbeiten und trotzdem keine saubere Struktur haben, ist es aus meiner Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich im Markt gefunden habe.
Ich habe das MBAI im Juni 2026 gebucht. Zwei von fünf Case Studies sind durch, deshalb ist das hier ein Zwischenbericht und kein Abschlussurteil. Beurteilen kann ich es aus zwei Richtungen: Ich berate Mittelständler und E-Commerce-Unternehmen zu KI, und Marketing mache ich seit über zehn Jahren. Beim Modul Marketing Intelligence hatte ich also einen Maßstab.
Warum habe ich mich für das MBAI entschieden?
Der erste Kontakt war ein Vortrag beim KI After Work von Future Brains. Gehalten hat ihn Marc Stühler, und der arbeitet selbst bei Leaders of AI. Insofern war das kein unabhängiger Impuls, sondern ein sehr gut gemachter Einstieg in ihren Funnel. Danach habe ich mehrere Webinare geschaut, auch von Geschäftsführer Dominic von Proeck.
Was mich überzeugt hat, war nicht das Marketing, sondern die Tool-Auswahl. Das Programm arbeitet mit Langdock: DSGVO-konform, unabhängig von einem einzelnen LLM-Anbieter, und man kann darin eigene Agenten bauen. Ich habe also eine Weiterbildung gesucht, die mit dem Werkzeug arbeitet, das ich ohnehin ausrollen will.
Verglichen habe ich vor allem mit Coursera, wo ich schon das Google-AI-Zertifikat gemacht habe, und mit dem KI-Manager der IHK. Der ist deutlich teurer, bei fast identischem Stundenumfang:
| MBAI (Solo) | KI-Manager IHK München | |
|---|---|---|
| Preis | 1.900 € | 2.590 € |
| Umfang | ca. 90 Stunden | ca. 88 Stunden |
| Praxis | 5 Case Studies, ca. 15 KI-Assistenten | 1 Projektarbeit plus Fachgespräch |
| Abschluss | Hochschulzertifikat (Fresenius) | IHK-Zertifikat plus Open Badge |
690 Euro Unterschied bei gleichem Zeitbudget, und ein völlig anderer Charakter. Die IHK prüft dich am Ende in einem Fachgespräch über ein Strategiekonzept. Das MBAI lässt dich fünfmal etwas bauen. Für mich war das die ganze Entscheidung, weil ich es können und nicht nachweisen wollte.
Einen Wunsch hätte ich trotzdem: Claude wird im Programm nicht eigens behandelt. In Langdock stehen Claude, ChatGPT und Gemini gleichberechtigt zur Auswahl, es gibt aber ein eigenes Kapitel zu Microsoft Copilot. Ein Abschnitt zu Claude würde mir fehlen.
Was ist das MBAI, und was ist es ausdrücklich nicht?
Veranstalter ist die LAI Leaders of AI GmbH aus Berlin, akademischer Partner die Hochschule Fresenius. Der Lehrgang ist bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht unter der Nummer 7482524 zugelassen.
Am Ende steht ein gemeinsames Hochschulzertifikat von Fresenius und Leaders of AI. Das ist kein Master und kein akademischer Grad, auch wenn der Name „Master Business with AI“ das nahelegt. Es gibt 0 ECTS. Die Hochschule Fresenius schreibt allerdings, dass die Leistungen auf ein passendes Studium angerechnet werden können. Wer so etwas plant, sollte die Bedingungen vorher direkt dort klären, denn im Vertrag steht dazu nichts.
Die sieben Module
Im Netz liest man von sechs Modulen, mein Vertrag nennt sieben: sechs inhaltliche Module und ein Bonus-Modul, das erst freigeschaltet wird, wenn alle anderen durch sind.
| Modul | Case Study | Mein Stand |
|---|---|---|
| 1. Hybride Organisationen | keine | geschafft |
| 2. Innovation & Product Design | CS 1 | geschafft |
| 3. Marketing Intelligence | CS 2 | geschafft |
| 4. Sales Acceleration | CS 3 | in Arbeit |
| 5. World of Microsoft | CS 4 | noch gesperrt |
| 6. Leadership & Transformation | CS 5 | noch gesperrt |
| 7. Ethik, LLMs und Updates | Bonus | noch gesperrt |
Für das Zertifikat müssen vier von fünf Case Studies bestanden sein. Die fünfte ist damit optional, das weiß man vorher nicht.
Zeitlich flexibel, inhaltlich linear
Die Portale schreiben „3 Monate“. In meinem Vertrag steht das nicht. Laut § 5 beginnt der Lehrgang mit der Freischaltung und endet mit der Absolvierung aller Module, ohne Enddatum. Die zwölf Monate von der Preisseite betreffen den Community-Zugang, nicht den Kursbereich. „Frei einteilbar“ gilt außerdem nur zeitlich: Du bestimmst, wann du lernst, nicht was als Nächstes kommt.
Was kostet das MBAI wirklich?
Die offiziellen Preise sind öffentlich und umsatzsteuerbefreit:
| MBAI | MBAI Plus | MBAI Plus gefördert | |
|---|---|---|---|
| Preis | 1.900 € | 4.900 € | 490 € |
| Start | jederzeit | feste Termine | feste Termine |
| Gruppe | allein | max. 21 Teilnehmer | max. 21 Teilnehmer |
| Case Studies | 5, allein | 5, im Team | 5, im Team |
| Live-Sessions | keine | 14 wöchentliche | wöchentlich |
| Community | 1 Jahr | lebenslang | lebenslang |
Ich habe rund 1.500 Euro bezahlt. Über eine Instagram-Lead-Ad habe ich mich für ein Webinar („3 KI-Agenten in 60 Minuten bauen“) angemeldet, ein paar Tage später lag ein Angebot im Postfach. Mein Vertrag formuliert es als „1.900 Euro abzüglich etwaiger Rabatte“.
Warum im Netz 8.000 Euro stehen
Das offizielle Kursportal Hamburg listet zum MBAI 5.355 Euro plus 2.856 Euro „Klassenraumkosten“, dazu 39 Zeitstunden und neun Module. In meinem Fernunterrichtsvertrag steht ein Preis, und der lautet 1.900 Euro. Klassenraumkosten gibt es nicht, weil es keine Präsenz gibt. Verlass dich für den Preis auf die Anbieterseite oder den Fresenius-Shop, nicht auf Verzeichnisse.
Wie realistisch sind 490 statt 4.900 Euro?
Leaders of AI bewirbt eine Förderung von bis zu 90 % in Deutschland und Österreich. Das Rechenbeispiel geht exakt auf: KOMPASS fördert 90 % der Lehrgangskosten, gedeckelt bei 4.500 Euro pro Jahr. 90 % von 4.900 Euro sind 4.410 Euro, es bleiben 490 Euro Eigenanteil. Die Werbung ist also korrekt, nur unvollständig.
Was ausdrücklich nicht geht: Ein Bildungsgutschein nach § 81 SGB III richtet sich an Arbeitslose oder unmittelbar Bedrohte, das Qualifizierungschancengesetz nach § 82 setzt ein Beschäftigungsverhältnis voraus, und die ZFU-Zulassung ist eine Zulassung für Fernunterricht, keine Förderzusage. Bleibt als Fallback: Die Kosten sind als Betriebsausgabe absetzbar — Details klärt dein Steuerberater.
MBAI oder MBAI Plus: was lohnt sich?
Der entscheidende Punkt: Die Inhalte beider Stufen sind identisch. Auf der Anbieterseite steht wörtlich „Alle Inhalte des MBAI zusätzlich“. Der Aufpreis von 3.000 Euro kauft kein zusätzliches Wissen, sondern Struktur und Menschen: Termine, eine Kohorte, wöchentliche Live-Sessions, Teamarbeit an den Case Studies, lebenslangen Zugriff statt einem Jahr.
Ich habe Solo und kann Plus deshalb nicht bewerten. Für mich war der eigene Rhythmus der größte Vorteil. Meine Faustregel: Wenn du weißt, dass du dranbleibst, ist Solo richtig. Wenn du schon zwei Onlinekurse nicht beendet hast, sind die 3.000 Euro gut angelegt, weil ein nicht abgeschlossener Kurs für 1.900 Euro teurer ist als ein abgeschlossener für 4.900. Und wenn die Förderung greift, ist Plus mit 490 Euro ohnehin günstiger als Solo.
Case Study 1: Innovation & Product Design
Gearbeitet wird an einem fiktiven Tech-Unternehmen, das Transformations-Simulationen verkauft, mit eigenen Personas, Wettbewerbern und Marktdaten. Inhaltlich ging es um eine datenbasierte Produktstrategie, die von synthetischen Personas gechallenged wird, dann um eine Automatisierung, die daraus einen Implementierungsplan erzeugt, ihn selbst auf Schwachstellen prüft und überarbeitet, und schließlich um eine Landingpage als fertiges HTML.
Zeitaufwand: rund acht Stunden. Wichtig ist eine Erwartung, die ich vorher nicht hatte: Du kannst nicht eins zu eins nachbauen, was in den Videos gezeigt wird. Es ist immer eine Transferleistung nötig — genau darin liegt der Lerneffekt.
Case Study 2: Marketing Intelligence
Abgedeckt wurde die komplette Kette: Positionierung, Brand Voice, Redaktionsplan, Newsletter, LinkedIn-Posts, Bilder, das Ganze nach Make.com übertragen und dort die selbst gebauten Assistenten innerhalb der Automatisierung nutzen. Kein einzelner Baustein war für mich neu. Die durchgehende Verkettung bis zur automatisierten Ausführung schon. Genau das fehlt vielen Marketing-Leuten: Sie können prompten, kriegen aber keinen laufenden Prozess daraus.
Zeitaufwand: rund zehn Stunden. Rechne mit dem, was du hier siehst: acht plus zehn Stunden für zwei Case Studies. Auf fünf gerechnet sind das etwa 45 Stunden nur für die Case Studies, plus Module und Videos. Die angesetzten 90 Stunden sind realistisch, eher knapp.
Das Feedback war besser als erwartet
Zu jeder Case Study gibt es Dozentenfeedback: schnell, detailliert, meistens passend, kein Textbaustein. Ein Beispiel, bei dem ich anderer Meinung bin: Ich hatte in einen Make-Workflow zusätzliche Sicherheitsstufen eingebaut, sodass mehr Zwischenstände entstehen. Das wurde als unnötiges Zusatzmaterial kritisiert. Die Bewertung belohnt Effizienz, ich baue auf Nachvollziehbarkeit, weil ich solche Workflows bei Kunden produktiv betreibe.
Das Nützlichste habe ich daraus selbst gebaut: einen Assistenten in Langdock, der meine Abgaben prüft, bevor ich sie einreiche.
Wie wird gelernt und geprüft?
Bewertet werden ausschließlich die Case Studies, alles andere ist Übung. Nach den Videos kommen kurze Multiple-Choice-Fragen, die nicht in die Bewertung eingehen, dazu Freitext-Reflexionen und Challenges, bei denen du etwas ausprobierst und in der Community teilst. Die Prüfungsleistung sind die fünf Case Studies, und dort wird gebaut, nicht angekreuzt.
Der Lernaufbau läuft als Missionen für eine virtuelle Firma, darüber liegt eine Spielmechanik mit Badges für Lernserien, Nachtsessions oder schnelle Missionen. Klingt nach Spielerei, funktioniert aber: Bei einem asynchronen Kurs ohne feste Termine ist Dranbleiben das eigentliche Problem. Mit Marketing-Blick fällt auf: Diese teilbaren Erfolge landen massenhaft auf LinkedIn — intelligent gebaut, aber kein einseitiges Geschäft, denn die Teilnehmer bekommen Reichweite auf einem Thema, das gerade jeden interessiert.
Was gefällt mir, was würde ich anders machen?
Was gut ist
- Bewertet wird nur, was du gebaut hast. Make-Workflows, Assistenten, HTML, Bilder.
- Das ACTION-Prinzip. Eigenes Framework für den Aufbau von Agenten, das ich inzwischen für jeden Assistenten nutze.
- Berechtigungen und Datenzugriff. Genau die Lücke von Leuten, die prompten können, aber keinen produktiven Agenten hinbekommen.
- Transferleistung ist eingebaut. Du kannst nicht abschreiben, du musst verstehen.
- Feedback kommt schnell und ist konkret.
- Die Gamification hält tatsächlich am Ball.
- Langdock als Plattform. DSGVO-konform, alle großen Modelle zur Auswahl.
Was ich anders machen würde
- Die Audioqualität. Manche Videos sind schlecht vertont. Bei 1.900 Euro darf man ein besseres Mikrofon erwarten.
- Die Bewertung belohnt Effizienz statt Robustheit.
- Ein Abschnitt zu Claude fehlt, während es ein Kapitel zu Microsoft Copilot gibt.
- Die Preisangaben im Netz sind ein Durcheinander, das der Anbieter nicht aufräumt.
Zur Aktualität: Die Konzepte sind weitgehend zeitlos, nur Make.com und Langdock entwickeln sich weiter, und dann sitzt ein Button nicht mehr da, wo das Video ihn zeigt. Über die Community-Updates sehe ich aber regelmäßig, dass Teile nachgezogen werden.
Was steht im Vertrag, das du vorher wissen solltest?
Drei Dinge zählen vor dem Kauf mehr als jedes Marketingversprechen.
Beim Sofortzugang verlierst du das Widerrufsrecht
Es gibt 14 Tage Widerrufsrecht. Wer der sofortigen Ausführung ausdrücklich zustimmt, verliert es mit Beginn der Ausführung (§ 356 Abs. 5 BGB). Ich habe dieses Häkchen gesetzt, weil ich starten wollte. Wer sich Bedenkzeit erhalten will, setzt es nicht.
Du kannst kündigen und Geld zurückbekommen
Laut § 7 ist der Vertrag erstmals zum Ablauf des ersten Halbjahres mit sechs Wochen Frist kündbar, danach jederzeit mit drei Monaten. Zu zahlen ist nur der Anteil, der dem Wert der bis dahin erbrachten Leistungen entspricht.
Keine Haftung für Aktualität
§ 9 schließt die Haftung für Schulungserfolg sowie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte aus. Juristisch Standard, bei KI trotzdem lesenswert. Praktisch war es nach zwei Case Studies kein Problem.
Ein Detail, das Verwirrung stiftet: Die Preisseite nennt die Basisstufe „MBAI“, mein Vertrag „MBAI Solo“, Portale „Master Business mit AI“. Vier Bezeichnungen für dasselbe Produkt.
Für wen lohnt sich das MBAI?
Es lohnt sich, wenn du schon mit KI gearbeitet hast, aber keine Struktur hast. Gemeint sind Selbstständige, Berater und Führungskräfte, die täglich prompten, Abos bei zwei oder drei Anbietern haben und trotzdem keinen laufenden Prozess daraus gemacht haben. Programmieren musst du nicht können, Erfahrung mit Make.com hilft.
Für Anfänger ist es machbar, aber deutlich anstrengender. Es wird alles erklärt, die Case Studies sind aber fordernd. Wenn du bei null anfängst, plane mehr als die angesetzten 90 Stunden ein und nimm die Community zu Hilfe.
Nicht das Richtige ist es, wenn du einen akademischen Titel oder ECTS brauchst, wenn du tiefe technische Agenten-Architektur willst (dafür gibt es den Folgekurs) oder wenn du keine 45 Stunden für Case Studies aufbringen kannst.
Was danach kommt: der AI Integration Expert
Leaders of AI hat einen Aufbaukurs, den AI Integration Expert: 120 Stunden, sechs Missions, bis zu einem Jahr Zeit, zweiwöchentliche Live-Q&A, Community und Alumni-Events. Inhaltlich deutlich technischer — autonome Agenten, Multi-Agenten-Teams, ausfallsichere Automatisierungen, Security und Compliance. Das MBAI ist formal keine Voraussetzung. Kurz: Das MBAI ist die Breite, der AIIE die Tiefe.
Mein Zwischenfazit
Nach zwei von fünf Case Studies würde ich es wieder buchen, auch zum Vollpreis von 1.900 Euro. Der Lerneffekt kommt daher, dass es fordernd ist und man nicht abschreiben kann. Was ich mitnehme, ist weniger Wissen über KI, sondern Handwerk: wie man einen Agenten sauber aufsetzt, welche Daten er sehen darf, welche Berechtigungen er braucht, und wie man das in eine laufende Automatisierung überführt.
Ehrlich bleibt aber auch: Ich habe das Zertifikat noch nicht, und ich habe bisher nicht alles bei Kunden umgesetzt, weil ich noch mitten in der Ausbildung stecke. Der belastbare Nachweis kommt in Teil zwei, wenn alle fünf Case Studies durch sind.
Häufige Fragen
Ist das MBAI ein Master? Wie viele ECTS bekomme ich?
Nein. Es ist ein Hochschulzertifikat von Leaders of AI und der Hochschule Fresenius, kein akademischer Grad, mit 0 ECTS. Laut Fresenius können die Leistungen aber auf ein passendes Studium angerechnet werden. Wer das plant, klärt die Bedingungen besser vorher direkt bei der Hochschule.
Was kostet das MBAI, und warum stehen im Netz verschiedene Preise?
Offiziell 1.900 Euro, die Plus-Variante 4.900 Euro, jeweils umsatzsteuerbefreit. Ich habe rund 1.500 Euro bezahlt, weil ich über ein Webinar ein Angebot bekommen habe. Das Kursportal Hamburg listet dagegen 5.355 Euro plus 2.856 Euro Klassenraumkosten, was nicht dem entspricht, was ich unterschrieben habe.
Was ist der Unterschied zwischen MBAI und MBAI Plus?
Die Inhalte sind identisch. Der Aufpreis kauft Struktur: feste Startdaten, eine Kohorte mit maximal 21 Teilnehmern, kleine Lerngruppen, 14 wöchentliche Live-Sessions, Case Studies im Team und lebenslangen Community-Zugriff statt einem Jahr.
Bekomme ich das MBAI Plus wirklich für 490 Euro?
Nur mit KOMPASS-Förderung, und die Hürden sind hoch: mindestens zwei Jahre selbstständig, maximal ein Vollzeitäquivalent, Selbstständigkeit als Haupteinkommen, Pflicht-Erstberatung vor der Buchung, kein Rechtsanspruch. Dazu ist die Ausgabe der Qualifizierungsschecks von Mai bis voraussichtlich Oktober 2026 begrenzt.
Kann ich einen Bildungsgutschein einsetzen?
In der Regel nicht. Der Bildungsgutschein nach § 81 SGB III richtet sich an Arbeitslose oder unmittelbar Bedrohte, das Qualifizierungschancengesetz nach § 82 setzt ein Beschäftigungsverhältnis voraus. Die ZFU-Zulassung 7482524 ist eine Fernunterrichts-Zulassung, keine Förderzusage.
Wie lange habe ich Zugang zu den Inhalten?
Mein Vertrag nennt keine Befristung. Nach § 5 beginnt der Lehrgang mit der Freischaltung und endet mit der Absolvierung aller Module. Die zwölf Monate von der Preisseite betreffen den Community-Zugang.
Wie viel Zeit brauche ich wirklich?
Angesetzt sind 90 Stunden. Meine erste Case Study hat rund acht Stunden gebraucht, die zweite rund zehn. Auf fünf gerechnet also etwa 45 Stunden nur für die Case Studies, plus Module und Videos. Die Angabe ist realistisch, eher knapp.
Muss ich alle fünf Case Studies bestehen?
Nein, vier von fünf genügen. Die fünfte ist optional.
Wie wird geprüft? Gibt es Multiple-Choice-Tests?
Bewertet werden nur die Case Studies, und dort baust du etwas. Nach den Videos gibt es kurze Multiple-Choice-Verständnisfragen, die zählen aber nicht in die Bewertung. Dazu kommen Freitext-Reflexionen und Challenges, bei denen du etwas ausprobierst und in der Community teilst.
Brauche ich Programmier- oder KI-Vorkenntnisse?
Programmieren nicht, es wird alles erklärt. Erfahrung mit Make.com hilft, ist aber kein Muss. Wer schon mit KI gearbeitet hat, kommt schneller voran. Für Einsteiger ist das Programm machbar, aber die Case Studies sind eine deutlich größere Herausforderung, dann solltest du mehr Zeit einplanen.
Gibt es Live-Sessions oder Lerngruppen?
In Solo nicht. Es gibt ein Forum und persönlichen Support, und in der Community kannst du dich selbst organisieren. Feste Live-Sessions und begleitete Lerngruppen gehören zu Plus.
Kann ich kündigen und Geld zurückbekommen?
Ja. Nach § 7 erstmals zum Ablauf des ersten Halbjahres mit sechs Wochen Frist, danach jederzeit mit drei Monaten. Zu zahlen ist nur der Anteil, der dem Wert der erbrachten Leistungen entspricht.
Ist Leaders of AI seriös?
Nach meiner Erfahrung ja. Der Lehrgang ist ZFU-zugelassen, der akademische Partner ist die staatlich anerkannte Hochschule Fresenius, Vertrag und Widerrufsbelehrung sind korrekt, Support und Feedback funktionieren. brand eins hat das Unternehmen 2025 porträtiert: 50 Mitarbeiter, davon sieben Menschen und 43 KI-Agenten. Das Marketing ist laut, das Produkt hält.
Alle Preise und Förderbedingungen mit Stand August 2026. Ich bin kein Steuer- oder Rechtsberater; für Förderfähigkeit und Absetzbarkeit sind die zuständige Stelle beziehungsweise dein Steuerberater die richtige Adresse.
Quellen
- Leaders of AI: MBAI Programmseite und Preise — Leaders of AI
- Hochschule Fresenius: MBAI im Zertifikatsshop — Hochschule Fresenius
- BMAS / ESF Plus: Förderprogramm KOMPASS — BMAS / ESF Plus
- IHK Akademie München: KI-Manager, Preis und Umfang — IHK Akademie München
- brand eins (2025): Leaders of AI – Wer ist hier echt? — brand eins
