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KI mit Wirkung: Was Infineon, REHAU und ebm-papst anders machen

Drei reale KI-Cases vom AI Impact Award 2026: bis zu 50 % Energie sparen, schnellere Prozesse, mehr Akzeptanz. Was du davon für dein Unternehmen lernen kannst.

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KI-Wirkung sieht nicht überall gleich aus. Beim einen sind es gesparte Kilowattstunden, beim anderen schnellere Prozesse, beim dritten mehr Akzeptanz im Team. Genau das zeigen drei Preisträger des AI Impact Award 2026 von manager magazin und Porsche Consulting: Infineon, REHAU und ebm-papst. Drei sehr unterschiedliche Wege, KI messbar wirken zu lassen. Und ein gemeinsames Muster, aus dem du für dein eigenes Unternehmen etwas mitnehmen kannst.

Der Award zeichnete 2026 erstmals Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum aus, die KI erfolgreich in echten Geschäftsprozessen einsetzen, in den Kategorien Produkt, Produktion und Organisation. Schauen wir uns die drei Fälle der Reihe nach an.

Kurz zusammengefasst

  • ebm-papst steuert Lüftungs- und Kühlsysteme mit KI und spart laut eigenen Angaben bis zu 50 Prozent Energie im Betrieb.
  • Infineon erzeugt komplexe Testprogramme in der Halbleiterentwicklung KI-gestützt und verkürzt damit Entwicklungs- und Produktionszeiten.
  • REHAU automatisiert den Einkauf mit KI-Agenten im Hintergrund, während Lieferanten weiter per E-Mail arbeiten. Ergebnis: weniger Maverick Buying, höhere Nutzungsrate.
  • Gemeinsames Muster: Problem, Prozess, passende KI, Mensch in der Kontrolle, eine klare Kennzahl. Nie das Tool zuerst.

Wie spart ebm-papst mit KI bis zu 50 Prozent Energie?

ebm-papst, Weltmarktführer für Ventilatoren, wurde für sein digitales Ökosystem NEXAIRA ausgezeichnet. Die KI steuert Lüftungs- und Kühlsysteme in Echtzeit und stimmt sie als Gesamtsystem aufeinander ab. Über digitale Zwillinge werden nicht nur Ventilatoren, sondern auch Pumpen, Wärmetauscher, Rückkühler und Kältemaschinen koordiniert. Das Ergebnis laut ebm-papst: je nach Ausgangslage bis zu 50 Prozent Energieeinsparung im Betrieb.

Wie konkret das wird, zeigt ein Projekt auf dem Gelände der Deutschen Messe AG. Vor der Hannover Messe 2026 wurden zentrale Lüftungsanlagen modernisiert und mit NEXAIRA vernetzt. Allein der Austausch alter riemengetriebener Ventilatoren gegen hocheffiziente EC-Ventilatoren bringt laut ebm-papst rund 100 Megawattstunden und über 20.000 Euro Betriebskosten Ersparnis pro Jahr. Weil solche Anlagen rund um die Uhr laufen, wirkt jede Effizienzverbesserung sofort und dauerhaft.

Die Lektion: KI muss nicht immer Text schreiben. Hier optimiert sie physische Systeme, und die Wirkung steht direkt auf der Stromrechnung.

Wie nutzt Infineon KI, um Entwicklung und Produktion zu beschleunigen?

Der Halbleiterhersteller Infineon gewann in der Kategorie Produktion und Supply Chain für sein Projekt „GenAI for Test Engineering“. Laut Porsche Consulting automatisiert die Anwendung die Erstellung komplexer Testprogramme in der Halbleiterentwicklung und beschleunigt so Entwicklung und Produktion.

Das klingt speziell, das Prinzip ist aber übertragbar. Testprogramme zu schreiben ist hochqualifizierte, aber wiederkehrende Facharbeit. Genau solche Aufgaben sind ideale KI-Kandidaten: klar umrissen, wissensintensiv, zeitfressend. Die KI übernimmt den ersten Entwurf, der Mensch prüft und gibt frei. So verschiebt sich die Arbeit vom Tippen zum Beurteilen, und die Durchlaufzeit sinkt.

Die Lektion: Der größte Hebel liegt oft nicht im Kundenkontakt, sondern in der internen Facharbeit, die heute niemand sieht.

Wie erreicht REHAU mit KI im Einkauf hohe Akzeptanz?

REHAU, Anbieter polymerbasierter Lösungen, wurde in der Kategorie Organisation und Administration für seine KI-gestützte Einkaufsautomatisierung ausgezeichnet. Der spannendste Teil ist, wie eingebettet die Lösung ist. Einkaufschef Lasse Fehl beschreibt es im Interview mit Porsche Consulting so: Die Lieferanten, viele davon kleine Firmen, kommunizieren weiter über gewohnte Kanäle wie E-Mail, während die KI-Agenten die Prozesse im Hintergrund abwickeln. Komplexität wird nicht an die Partner weitergereicht.

Genau das erhöht die Akzeptanz. Fehl nennt als Ergebnisse: weniger Maverick Buying, messbare Kosteneinsparungen, schnellere Prozesse und eine deutlich höhere Nutzungsrate. Bemerkenswert ist seine Einordnung, dass die größte Herausforderung nicht die IT war, sondern Datenqualität, Akzeptanz und Change Management.

Die Lektion: Eine KI, die sich in bestehende Arbeitsweisen einfügt, statt sie umzukrempeln, wird eher genutzt. Und Nutzung ist die Voraussetzung für Wirkung.

Was haben alle drei KI-Projekte gemeinsam?

So verschieden die Fälle sind, das Schema dahinter ist bei allen gleich. Ich beschreibe es in meiner Arbeit als fünf Schritte:

  • Problem: ein klar benanntes, teures Problem (hohe Energiekosten, langsame Testerstellung, ineffizienter Einkauf).
  • Prozess: ein konkreter Prozess, der heute Zeit oder Geld frisst.
  • KI: ein passendes Werkzeug, das genau diesen Prozess unterstützt, nicht die KI als Selbstzweck.
  • Mensch: der Mensch bleibt drin, prüft, gibt frei und wird nicht überfahren.
  • KPI: eine Zahl, an der sich die Wirkung ablesen lässt.

Kein einziger dieser Cases hat mit „Welches Tool ist das beste?“ angefangen. Alle haben mit einem Problem und einem Prozess angefangen. Das ist genau der Punkt, den ich im Auftaktartikel dieser Serie gemacht habe: Warum KI-Nutzung noch keine Wirkung bedeutet.

Ein ehrlicher Hinweis zu den Zahlen: Es sind Angaben der Unternehmen beziehungsweise von Porsche Consulting im Rahmen eines Awards. Das macht sie nicht falsch, aber es sind ausgewählte Vorzeigeprojekte, keine unabhängig geprüften Durchschnittswerte. Für dich zählt weniger die konkrete Prozentzahl als das Prinzip dahinter.

Wie überträgst du das auf dein eigenes Unternehmen?

Du brauchst keinen Konzern-Case, um denselben Weg zu gehen. Fang mit der Frage an: Wo verlieren wir heute am meisten Zeit, Geld oder Energie? Such dir genau einen Prozess, definiere die eine Zahl, die sich verbessern soll, baue eine menschliche Kontrolle ein und teste im Kleinen. Ob die KI dabei physische Anlagen optimiert, Facharbeit beschleunigt oder einen Einkaufsprozess glättet, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass am Ende eine messbare Verbesserung steht.

Wenn dahinter Systeme sauber miteinander sprechen sollen, also KI-Agenten auf deine Tools und Daten zugreifen, lohnt ein Blick auf das technische Fundament. Wie sich Anwendungen über offene Schnittstellen sicher anbinden lassen, erkläre ich unter MCP Integration. Und wenn du gemeinsam den passenden ersten Case finden willst, genau da setzt meine KI-Beratung an: bei Prozess, Daten und messbarer Wirkung.

Welcher Prozess bei dir wäre dein erster Kandidat, Energie, Zeit oder Organisation?

Häufige Fragen

Was ist der AI Impact Award 2026?

Der AI Impact Award von manager magazin und Porsche Consulting zeichnet 2026 erstmals Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum aus, die KI erfolgreich in echten Geschäftsprozessen einsetzen. Kategorien sind Produkt, Produktion und Supply Chain sowie Organisation und Administration.

Wie viel Energie spart KI in der Gebäude- und Anlagentechnik?

ebm-papst gibt für sein digitales Ökosystem NEXAIRA je nach Ausgangslage bis zu 50 Prozent Energieeinsparung im Betrieb an. Im Projekt auf dem Gelände der Deutschen Messe AG nennt das Unternehmen rund 100 Megawattstunden und über 20.000 Euro geringere Betriebskosten pro Jahr.

Wo lohnt sich KI im Mittelstand am schnellsten?

Bei klar umrissenen, wissensintensiven und zeitfressenden internen Aufgaben. Wie bei Infineon in der Testprogrammierung übernimmt die KI den ersten Entwurf, der Mensch prüft und gibt frei. Das senkt Durchlaufzeiten, ohne die Qualitätssicherung aufzugeben.

Warum scheitern KI-Projekte häufiger an Akzeptanz als an Technik?

REHAU nennt Datenqualität, Akzeptanz und Change Management als größte Herausforderung, nicht die IT. Lösungen, die sich in gewohnte Kanäle einfügen und Komplexität nicht an Partner weitergeben, werden häufiger genutzt. Ohne Nutzung entsteht keine Wirkung.

Wie starte ich mein erstes KI-Projekt mit messbarer Wirkung?

Beginne mit dem teuersten Problem, nicht mit dem Tool. Wähle genau einen Prozess, definiere die eine Kennzahl, die sich verbessern soll, baue eine menschliche Prüfung ein und teste im Kleinen, bevor du skalierst.

Quellen und weiterführende Links

Externe Quellen (Kennzahlen im Text jeweils direkt verlinkt):

Weiterführend auf dieser Seite: Warum KI-Nutzung noch keine Wirkung bedeutet, KI-Beratung und MCP Integration.

Quellen

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell kuratiert. Für Details bitte den verlinkten Originalquellen folgen.